Archiv | Januar, 2013

MATCHA – TEEPULVER MACHT DESSERTS GRÜN & INTERESSANT

10 Jan

DessertMacha

Grüne Desserts sind ja nicht gerade üblich. Das ist die Farbe für Gemüsesuppe. Mit Matcha, aus extrem fein gemahlenen Teeblättern, kannst du im Nu aus «weissen Desserts» wie Vanille-Glacé, weissem Schokomousse oder Joghurtcrémes «grüne Desserts» zaubern. Die Farbintensität hängt von der Menge des Matchapulvers ab. Je grüner, desto intensiver wird auch der Teegeschmack. Die herbe Grünteenote verbindet sich ideal mit der Süsse eines Desserts und macht daraus ein Hingucker und ein Gesprächsthema bei deinen Gästen.

Ich mach immer noch ein paar Portionen ohne Matcha, weils doch Geschmackssache ist. Für alle, die Grüntee lieben ist dieser Trick DER Rezeptaufwerter schlechthin!

Und jetzt verrate ich dir, wie du mit ganz wenig Aufwand ein Grüntee-Glacé zubereitest, welches dein neuer Partyhit wird ; )!

Der simpelste Weg ist ein Vanille-Eispackung zu kaufen. Je edler desto leckerer, aber durch das Matchapulver bekommt das Eis sowieso einen Supergeschmack, darum funktioniert das Spiel auch mit einem einfacheren Grundprodukt.

Lass das Eis ein bisschen antauen.

Das ist ja eigentlich verboten, Eis aufzutauen und nachher wieder einzufrieren. Wenn du das aber nur soweit weich werden lässt, dass du die Masse mit einem Mixer rühren kannst und nachher gleich abfüllst und wieder einfrierst ist das gar kein Problem! Also antauen, Mixen.

Dann nimmst du einen grossen Esslöffel Eis in eine kleine Schale und gibts Teelöffelweise Matchapulver hinzu. Mit dem kleinen Löffel kannst du diese Masse nun mit viel Energie verrühren, bis das letzte kleine Teepulverklümpchen vermahlen ist. Diese hochkonzentrierte Vormischung rührst du dann mit dem Mixer ins Eis.

Wiederhole das Spiel solange, bis du die Farbe schön und den Geschmack genug intensiv findest. Aber vorsicht, durch das Mixen wird die Eismasse erwärmt. Zwei bis maximal 3mal würde ich das Pulvereinmisch-Prozedere durchführen.

Die kleine Gläschen, die ich immer verwende sind Shotgläser von Ikea. Davon mag jede/r sicher mehr als eins, für die Fresssäcke gibts 3-4 : ). Mit einer Rahmhaube obendrauf (wieso hab ich das nicht fotografiert?? Liefere ich euch noch nach, versprochen!!) sieht ein ganzer Gläsli-Gruppe auf einem schönen Serviertablett fantastisch aus.

Das weisse Tobleronemousse von Betty Bossi lässt sich auch mit Matcha sehr einfach zu einem Grünteemousse verwandeln. Dabei unbedingt den «Vormischungstrick» anwenden. Wenn du einfach Pulver ins Mousse schüttest, gibts überall Klümpchen, die im Mund dann aufplatzen und eine Grünteeexplosion verursachen ; ).

Matchapulver ist ziemlich teuer. Um 30 Gramm Pulver zu produzieren benötigen traditionelle Granitsteinmühlen eine Stunde. (Steht auf Wikipedia) Das kommt natürlich auf die Grösse der Mühle an, aber zeigt, dass es aufwendig ist, das Pulver zu produzieren. Willst du mehr über die Herstellung wissen: Hier gehts zum Wikilink.

In Zürich bekommst du das Pulver fast in allen Asiashops. In guten Teegeschäften kannst du natürlich auch Matcha bestellen. Auf den Fotos siehst du, dass ich eine koreanisch angeschriebene Dose verwende. Als ich die gekauft habe, gabs grad kein japanisches Matcha. Du kannst natürlich auch chinesische oder koreanische Produkte für diese Desserts verwenden.

Viel Spass beim Experimentieren mit dem grünen Gold! Schreibt doch hier einen Kommentar, wie eure Gäste reagiert haben!? Oder schickt mir ein Foto von euren Kreationen: ronja.sakata@akaritaste.ch

Ich freu mich von euch zu hören!

«PONGASHI» – DIE «EXPLOSIONS-SÜSSIGKEIT»

2 Jan

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Ein kleiner Lastwagen, ein Marktstand mit vielen verpackten Süssigkeiten und ein vergnügter Pongashi-Marktfahrer mit seiner Frau, bringen alte Japan-Atmosphäre vor das moderne Einkaufszentrum, wo sie um Kunden werben.

Die ganze Szene ist immer wieder ganz spektakulär: Der lustige Herr füllt Reis in eine kleine eiserne Maschine, stellt die Gasflamme höher und verschliesst den Behälter.

Nach einiger Zeit und hohem Druckaufbau (wie im Dampfkochtopf) hängt er einen grossen Netzkorb an die Maschine an. Dann nimmt er die Trillerpfeife und pfeift durchdringend, um alle zu warnen, dass jetzt dann der «PON»-Effekt kommt. Mit einem Eisenstab und einem Hammer lässt er das Türchen der Maschine mit einem lauten Knall öffnen. In einem Bruchteil einer Sekunde platzen die Reiskörner, wie Popcorn auf, und fliegen in den Netzkorb hinein.

Der entstandene Puffreis leert der lächelnde Herr in eine grosse Schüssel, mischt flüssigdampfenden Zuckersirup darunter und lässt die Masse erkalten. In Säcke abgepackt ist das die traditionelle Kindersensation, um die süssen luftigen Reiskörner im Mund kracken zu lassen.

Das ganze Prozedere funktioniert auch mit Bohnen, oder natürlich Mais.

Wir haben einen riesigen Sack Pongashi geschenkt bekommen und unsere kleine kritische Tochter war nach vorsichtigem Probieren sehr begeistert von diesem Dessert.

HIER kannst du die Szene als Film anschauen.

Hier die Fotostory dazu : ):

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Der Netzkorb noch in Warteposition, die fertig gemischte Zucker-Reisschale, die Druckanzeige und der Behälter, welcher geheizt wird, wo der ganze Zaubertrick darin stattfindet.

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Der lustige Pongashi-Chef hat wilde Geschichten erzählt, dass er einmal in Spanien war, weil er so gut Gitarre spielen konnte. Schon im Flugzeug hätte er nichts mehr essen können. Ohne japanisches Essen sei er verloren. Er hätte eine Woche lang fast nichts gegessen. Der arme Kerl : )… in seinem Heimatland scheint es ihm aber sehr wohl zu sein und er und seine Frau strahlen eine Zufriedenheit aus, welche sehr ansteckend gewesen ist!